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Essen an der Europaallee

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Bisher habe ich eigentlich nie über spezielle Restaurants geschrieben. Ich bin kein Gastro-Kritiker, sondern einfach ein Mensch, der auch mal gerne gut isst und / oder trinkt. Diesmal mache ich jedoch eine Ausnahme.

Neulich war ich wieder einmal in Zürich – eine Ganztagesschulung bei einem Kunden, dessen Büros in der Nähe der Europaallee liegen. Nun bin ich alles andere als ein Fan der tristen, kalten, leblosen Beton- und Glas-Architektur, die diesen relativ neuen Teil der Stadt Zürich prägt. Aber, weil es das Restaurant, das ich eigentlich suchte, nicht mehr gibt (sie haben das Konzept geändert und verkaufen statt ausgezeichneter Burger jetzt mittelmässiges, dafür aber überteuertes, pseudo-indisches Essen), habe ich in der Verzweiflung die nächst-beste Alternative aufgesucht. Der Walliser Weinhändler Provins hat seit etwa einem halben Jahr an der Europaallee, genauer am Gustav-Gull-Platz 10, einen sog. “Concept Store” errichtet, wo nicht nur Wein verkauft wird, sondern auch noch andere Walliser Spezialitäten. Wo nicht nur verkauft wird, sondern wo an ein paar Tischen auch gegessen werden kann – Lunch, wie das Mittagessen auf neu- und yuppie-deutsch heisst. Ich mag solche Yuppie-Plätze nicht. Aber in der Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen, und ich begebe mich auch in einen “Concept Store”.

Ich hatte schon von draussen auf der Karte gesehen, dass Rinds-Tartar auf dem Angebot stand. Da ich gerade Lust auf so etwas hatte, bestellte ich eine kleine Portion davon. Und wurde überrascht. Hier wird kein Tartar aus der Wurst präsentiert. Das hier ist frisch gehackt. Relativ grob gehackt sogar. Die Gewürze inkl. Zwiebeln, werden dann gleich beigemischt. Dazu eine Portion Salat (der wiederum, und seine Sauce, nur durchschnittlich) und an der Stelle des üblichen Toast-Brots normales, dunkles Röst-Brot, das meiner Meinung nach geschmacklich bestens zum Tartar passte.

Ich bin dann später noch einmal “privat” hingegangen, sprich zu einer Zeit, als ich dann auch den Walliser Wein probieren konnte. Ich entschied mich für einen leichten Landwein, der mich nicht enttäuschte. Allerdings auch nicht überraschte. Ich werde in diesem Leben kein Freund von Walliser Wein mehr. Als Digéstif ein Gin, dessen Namen ich vergessen habe, und der auch auf der Getränkekarte im Internet nicht zu finden ist. Sehr fein, sehr würzig (Petersilie, Rosmarin). Wenn ich da nochmals vorbei komme, muss ich schauen, ob er nun auch zum Verkauf da ist. Gestern war nur noch der kleine Rest in der einen Flasche da…

PS. Das hier ist kein gesponsorter Beitrag! Aber zumindest das Tartar und den Gin von Wine & Co, wie der Concept Store heisst, sind äusserst empfehlenswert.

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Wellness im Oberallgäu

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Wellness – wie definiert man das eigentlich? Dieses Wochenende waren wir im Oberallgäu, im äussersten linken Zipfel, fast noch in Oberschwaben. Oberstaufen – so heisst der Ort – ist eigentlich Wintersport-orientiert, aber mit der Klimaerwärmung sucht man auch andere Möglichkeiten, Touristen anzuziehen. So ist der Marktfleck schon seit einiger Zeit auch Kurort. Es werden dort nämlich in verschiedenen Hotels sog. Schroth-Kuren angeboten.

Doch nicht dieser Schroth-Kur wegen haben wir ein verlängertes Hotel in einem Wellness-Hotel alldaselbst gebucht. Drei Nächte und drei Tage haben wir dort verbracht. Im Angebot inbegriffen waren je ein Ganz-Körper-Peeling pro Person, je eine Hot-Stone-Massage und Gesichtsmassage mit Schönheitsmaske. Letztere war ganz angenehm, duftete die Maske doch nach Zitronencrème. Das Peeling war erfrischend, auch wenn ich nicht sicher bin, ob ich da viel Haut abgeschält gekriegt habe. Die Hot-Stone-Massage hat mir nicht ganz eingeleuchtet.

Daneben aber war Schwimmen in einem kleinen zum Hotel gehörenden und geheizten Outdoor-Pool angesagt und der ebenfalls Hotel-eigene Whirl-Pool. Beide waren am Morgen, als wir sie jeweils besuchten, noch menschenleer. Dazu (viel und) gutes Essen, guter Wein, gutes Bier – was will man mehr.

Wir jedenfalls werden so ein Wochenende (oder eventuell gar eine ganze Woche) sicher wieder einmal buchen.

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Da musste ich direkt nochmal hin

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Nämlich zu diesem Restaurant mit seinen 80 Biersorten im Angebot. Diesmal ein echtes englisches IPA verkostet. (Na gut: war aus Cornwall.) War so, wie ich mir ein gutes Pale Ale vorstelle: mit einer leichten Citrusnote. Und so, wie ich mir ein gutes India Pale Ale vorstelle: mit extra-Hopfengeschmack. Die Preise (am Samstag Fr. 18.50 für eine 75-cl-Flasche, heute Fr. 8.50 für eine 50-cl-Flasche) sind hoch, aber nicht überrisssen. Und jede Biersorte – so weit ich das schon nachvollziehen kann – wird in einem andern, speziellen Glas serviert. Chapeau!

Unterdessen auch in meiner Stadt…

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Unterdessen gibt es das also auch hier: Ein Restaurant mit einer Bierkarte und dann noch mit immer mal wieder wechselnden Biersorten. Es nennt sich neckischerweise “Cappucino”. (Der soll übrigens auch sehr gut sein dort. So, wie die Frappées.) Ich muss da wohl noch ein paar Mal hin. Das IPA, das ich gestern hatte – Martin’s, ein belgisches – war soweit ok. Allerdings finde ich die belgischen Biere immer relativ sämig, dafür aber – wenn sie nicht mit Beeren angereichert sind – relativ geschmacksarm. Jedenfalls vermisste ich den typischen bitteren Geschmack des Hopfens, den ein IPA aufweisen sollte, doch ein wenig. Aber dafür kann das Restaurant ja nichts.